Werkstoffe & Oberflächen

Kurz gesagt

Vor der Bearbeitung zählen Werkstoff und Zustand – Legierung, Härte, Faserrichtung. Nach der Bearbeitung verändern Wärmebehandlung und Beschichtung Härte und Korrosionsschutz, oft aber auch das Maß. Passungen deshalb immer mit der Schichtdicke planen.

Ob Aluminium, Sperrholz oder Glasfaser: Jeder Werkstoff verlangt eigene Werkzeuge, Schnittdaten und Vorsicht an anderen Stellen. Hier findest du Werkstoffe aus Modellbau und Metallbearbeitung, ihre Wärmebehandlung und Verfahren, die Oberflächen schützen oder veredeln – samt der Frage, wie viel Maß eine Schicht kostet.

Hier anfangen

Werkstoffe im Modellbau

Holzwerkstoffe wie MDF und Sperrholz, Hartschaum für Urmodelle, Glasfaser für leichte und feste Schalen, Pertinax für Platinenträger und Aluminium für belastete Teile: Jeder dieser Werkstoffe hat eigene Eigenheiten beim Fräsen, Bohren und Schleifen. Wie du sie spannst, steht unter Spannmittel & Vorrichtungen, welche Werkzeuge passen, unter Werkzeuge & Schneidstoffe.

Wärmebehandlung

Glühen baut Spannungen ab oder stellt ein gleichmäßiges Gefüge her, Vergüten kombiniert Härten und Anlassen für feste und zugleich zähe Bauteile, Nitrieren und Laserhärten härten nur die Randschicht. Wichtig für die Fertigung: Wärmebehandlung kann Verzug erzeugen und gehört deshalb an die richtige Stelle in der Bearbeitungsfolge.

Oberflächen schützen und veredeln

Eloxieren, Galvanisieren und Verchromen bauen Schichten auf, Elektropolieren trägt Material ab, Brünieren verändert das Maß kaum. Für Passungen heißt das: vorher rechnen, wie dick die Schicht wird und wie viel davon nach außen wächst.

Häufige Fragen

Welches Material eignet sich zum CNC-Fräsen im Modellbau?

Für den Einstieg MDF, Sperrholz und Hartschaum, weil sie gutmütig sind und kleine Maschinen nicht überfordern. Aluminium ist möglich, verlangt aber eine steife Maschine, scharfe Werkzeuge und passende Schnittdaten – siehe Aluminium bearbeiten.

Wird Aluminium beim Eloxieren dicker?

Ja, teilweise: Die Oxidschicht wächst zum Teil nach außen und zum Teil in den Werkstoff hinein. Bei Passungen muss das eingeplant werden. Rechenweg und Beispiele: Eloxieren.

Was ist der Unterschied zwischen Glühen und Vergüten?

Glühen ist ein Sammelbegriff für Verfahren, die zum Beispiel Spannungen abbauen, das Gefüge normalisieren oder den Werkstoff weicher machen. Vergüten heißt Härten und anschließendes Anlassen bei höherer Temperatur – das Ergebnis ist hohe Festigkeit bei guter Zähigkeit. Siehe Glühen und Vergüten von Stahl.

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